Aktionen AV NR
Aktiv im Dialog mit der Landespolitik
Führende Vertreter der NRW-Landtagsfraktionen von CDU, Bündnis 90/Die Grünen, FDP und SPD haben sich in einer politischen Talkrunde für die flächendeckende und wohnortnahe Arzneimittelversorgung durch die freiberuflich geführte öffentliche Apotheke ausgesprochen. In die Diskussionsrunde wurden auch zentrale Forderungen der Apotheker eingebracht, wie zum Beispiel der dringende Anpassungsbedarf bei der Apotheken-Honorierung und die weitere Bereitstellung von Fördermitteln zur Sicherung der PTA-Ausbildung in NRW.
Unter dem Motto „Landtagswahl 2012. Ihre freiberufliche Stimme“ hatte der Verband der Freien Berufe in Nordrhein-Westfalen (VFB NW) am 18.04.2012 zur politischen Talkrunde ins Düsseldorfer Ärztehaus eingeladen. Führende Vertreter der Landtagsfraktionen stellten sich den kritischen Fragen und Stellungnahmen der Freiberufler. Zum Themenschwerpunkt „Honorierung / Gebührenordnung in der medizinischen Versorgung“ betonte Thomas Preis, Vorsitzender des Apothekerverbandes Nordrhein, zunächst die Wichtigkeit der Kooperation von Arzt und Apotheker.
Eindeutige Forderung der Bevölkerung nicht ignorieren
Um den künftigen Anforderungen einer älter werdenden Gesellschaft gerecht zu werden, sei es erforderlich, dass Arzt und Apotheker enger zusammenarbeiten müssten, so Preis. Er verwies dabei auch auf ein zentrales Ergebnis der aktuellen Studie des Institutes für Handelsforschung (IfH, Köln) zur „Zukunft der Apotheke“: „80 % der Bundesbürger fordern eine stärkere Zusammenarbeit der beiden Heilberufe, um Unsicherheiten und Gefahren in der Arzneimitteltherapie vorzubeugen. Eine so eineindeutige Forderung dürfen wir nicht ignorieren“, so Preis.
Leistungsgerechte Vergütung eingefordert
Mit dem Verweis auf die enormen wirtschaftlichen Belastungen durch das AMNOG und dem immensen bürokratischen Aufwand allein durch die Umsetzung der Rabattverträge wurde eingefordert, die Apotheken-Vergütung leistungsgerecht anzupassen. „Die Apotheke wird zu den Kosten von heute und den Erträgen von 2004 betrieben. Da ist ein Anpassungsbedarf selbsterklärend“, betonte Preis. Schließlich sei die Aufrechterhaltung einer flächendeckenden Arzneimittelversorgung auf qualitativ hohem Niveau nur dann
möglich, wenn die dafür zuständigen Leistungserbringer nicht weiter geschwächt und weitere Apothekenschließungen gestoppt würden.
Fördermittel zur Sicherung der PTA-Ausbildung unverzichtbar
Im Hinblick auf den sich schon heute abzeichnenden Mangel an qualifiziertem PTA-Nachwuchs in den Apotheken und der zum Teil bereits existenzbedrohenden Finanzierungssituation der 15 PTA-Schulen mit ca. 2.000 Ausbildungsplätzen in Nordrhein-Westfalen forderte Preis die Parteien auf, die Förderung der PTA-Ausbildung auch weiterhin sicherzustellen. „Die finanzielle Bezuschussung der PTA-Ausbildung muss auch künftig in unverminderter Höhe erfolgen. Sie ist für den Fortbestand der PTA-Schulen und damit für den Erhalt von qualifizierten Ausbildungsplätzen in den Apotheken unverzichtbar“, so Preis. Aktuell seien rund 13.000 PTA in den rund 5.000 Apotheken beschäftigt. Die Vertreter aller Parteien zeigten für die Forderungen Verständnis. Man war sich darin einig, nach der Wahl keine Sparmaßnahmen zu ergreifen, die die gut funktionierende Arzneimittelversorgung durch öffentliche Apotheken gefährden könnten.
Diskutierten intensiv auch wichtige Apotheken-Themen (v.l.n.r.): Dr. Wolfgang-
Axel Dryden (Vorsitzender, KVWL); Daniela Schneckenburger (MdL, stv. Fraktionsvorsitzende Bündnis 90/Die Grünen NRW); Hans-Willi Körfges (MdL, stv. Fraktionsvorsitzender SPD NRW); Moderator Jörg Lawrenz; Lutz Lienenkämper (MdL, Staatsminister a.D., stv. Fraktionsvorsitzender CDU NRW); Dietmar Brockes (MdL, stv. Fraktionsvorsitzender FDP NRW); Thomas Preis (Vorsitzender AV Nordrhein).
BRH Seniorenverband
Arzneimitteleinnahme verbessern
Der Seniorenverband BRH, Landesverband Nordrhein-Westfalen, hat sich in seiner Sitzung des Hauptvorstandes im April in Düsseldorf u.a. mit dem Themenschwerpunkt „Alternde Gesellschaft und medizinischer Fortschritt“ befasst. Dabei hat sich der BRH für konsequente Maßnahmen zur effektiven
Verbesserung der Arzneimittel-Einnahme ausgesprochen. „Senioren müssen vielfach mehr als fünf Medikamente einnehmen. Wir wissen aus eigener, oftmals leidvoller Erfahrung, dass hier sehr viel Intransparenz vorherrscht und schnell Fehler passieren können. Da beim Apotheker die Arzneimittelinformationen zusammenlaufen, liegt es nahe, die Arzneimittel-Kompetenz des Apothekers stärker zu nutzen. Abgesehen von den Einsparungen der erheblichen Folgekosten, die durch falsche Arzneimittel-Einnahme entstehen, könnte vor allem menschliches Leid gelindert werden“, so die Meinung des Vorstandes.
Individuelles Medikationsgespräch als Kassenleistung
Thomas Preis, Vorsitzender des Apothekerverbandes Nordrhein e.V., der als Referent und Experte zum Themenschwerpunkt „Alternde Gesellschaft und medizinischer Fortschritt“ eingeladen war, bestärkte die Seniorenvertreter des BRH in ihrer Forderung. Gleichzeitig wies Preis darauf hin, dass die Apotheker mit dem ABDA-/KBV-Modell schon ein sehr konkretes Konzept zur Verbesserung der Arzneimitteltherapie vorgelegt haben. Darüber hinaus seien aber auch kurzfristig umsetzbare Maßnahmen möglich. Denn alleine aufgrund der enormen Wirkstoffvielfalt in der heutigen Arzneimittelwelt und des immensen
Wechselwirkungspotenzials müsse man noch intensiver in der Apotheke mit den Patienten über ihre Medikamente reden, so Preis. Ganz konkret regte er an: „Ein halbstündiges, rein auf die individuelle Medikation des Patienten bezogenes Gespräch zwischen Patient und Apotheker sollte künftig Kassenleistung sein. Zum Gespräch kann der Patient seine verschriebenen Medikamente sowie die aus der Selbstmedikation mitbringen. Auf diese Weise könnte man Fehlmedikationen präventiv entgegenwirken und die Arzneimittel-Einnahme effektiv verbessern.“
Notwendiger Handlungsbedarf
Die Seniorenvertreter begrüßten den Vorschlag, das Engagement für eine noch intensivere, individuelle Beratung zur richtigen Arzneimittel-Einnahme zu verstärken. Gerade in einer älter werdenden Gesellschaft könnten sich auch die Entscheider aus Politik und Krankenkassen dem notwendigen Handlungsbedarf bei der Verbesserung der Arzneimittel-Einnahme nicht auf Dauer entziehen.
Da die Seniorenvertreter bei ihrer Altenarbeit sehr viel Wert auf ihre Mitverantwortung legen, will man auch künftig mit dem Apothekerverband Nordrhein den Dialog suchen, um Verbesserungspotenziale in der Arzneimittelversorgung von Senioren zu erörtern. Denn im direkten Austausch ist vielen betroffenen älteren Menschen bewusst geworden, wie bedeutsam für den Senior der „Haus“-Apotheker an der Ecke ist. Das brachten die Senioren abschließend auf die kurze Formel: „Der Hausarzt ist wichtig, der vertraute Hausapotheker auch“.
Die Vorstandsmitglieder des Seniorenverbandes BRH NRW diskutierten intensiv u.a. das Thema „alternde Gesellschaft und medizinischer Fortschritt“
und betonten dabei die wichtige Rolle des Apothekers als persönlicher Ansprechpartner für die richtige Arzneimittel-Einnahme und in allgemeinen
Gesundheitsfragen (v.l.n.r.): Klaus Dieter Pantförder (stv. Vorsitzender), Jürgen
Krall (stv. Vorsitzender), Uwe Neiss, Roland Wodarzik, Ingeborg Kölling, Hans Daniel, Elke Cole, Heinrich Ackermann, Hajo Keller, Klaus Zander, Ludwig Böllertz, Hans-Joachim Rustemeier und Thomas Preis (Vorsitzender AV Nordrhein).
diabetes programm deutschland
Apotheker unterstützen Laufprogram für Diabetiker
diabetes programm köln expandiert deutschlandweit
Die Apothekerschaft unterstützt in diesem Jahr bereits zum zweiten Mal das diabetes programm deutschland – LAUFEND AKTIV BLEIBEN. Das als diabetes programm köln gestartete Laufprogramm für Diabetiker Typ 1 und Typ 2 geht in die nächste Runde und expandiert. Ziel ist die Teilnahme an einer Disziplin des RheinEnergie Marathons am 14.10.2012 in Köln. Unter medizinischer, pharmazeutischer und sportwissenschaftlicher Betreuung startet im April das fünfmonatige Lauftraining. Neben Köln wird es in diesem Jahr vier weitere Großstädte (darunter Düsseldorf) geben, in denen Laufgruppen angeboten werden. Dadurch konnte die Teilnehmerzahl auf 200 erhöht werden.
Auf einer ersten Pressekonferenz zum Start des diesjährigen Laufprogramms wurde die wichtige Rolle der öffentlichen Apotheken in der Diabetes-Prävention und -Therapie betont. Denn die Apotheken haben vor allem durch ihren niedrigschwelligen Zugang eine Schlüsselfunktion in der Diabetes-Prävention, aber auch in der kontinuierlichen Betreuung von Diabetes-Patienten.
Bereits zum Pilotprojekt im letzten Jahr hat der Apothekerverband Nordrhein e.V. in Zusammenarbeit mit dem Apothekerverband Köln e.V. das Laufprogramm tatkräftig unterstützt. Beispielhaft dafür stehen die Bereitstellung von Erste-Hilfe-Taschen sowie die personelle Unterstützung durch pharmazeutisches Fachpersonal an den Betreuungsständen des Marathons.
Zum Start des Diabetes Programm Deutschland 2012 kamen wieder alle Akteure zusammen, v.l.: Prof. Hans-Georg Predel (DSHS), Dr. Michael Rosenbaum (DPD), Friederike Kolbe (Apothekerverband Nordrhein e.V.), Steffen Fritzsche (UCB), Helmut Schäfers (Bayer), Prof. Ingo Froböse (DSHS) und Dr. Peter Loeff (Diabeteszentrum Weyertal).
Messeauftritt auf der RehaCare 2011
Ministerin Steffens: Inhabergeführte Apotheke vor Ort unverzichtbar
47.000 Besucher nutzen in diesem Jahr vom 21. bis 24. September in Düsseldorf das Messeangebot der RehaCare, der weltgrößten Fachmesse für Rehabilitation, Prävention, Integration und Pflege – viele davon machten auch beim großen Apothekerstand Station. Die positive Resonanz am Apothekerstand machte sich in der Mess-Statistik bemerkbar: Das pharmazeutische Team – teilweise waren zwei Apothekerinnen und sechs PTAs gleichzeitig am Werk – führte insgesamt rund 5.000 Messungen durch. Blutdruck, Blutzucker, BMI und Körperfettwerte wurden teilweise im Akkord gemessen. Dabei wurden die Besucher nicht mit den nackten Zahlen alleine gelassen. Ihnen wurde vielmehr eine ausführliche Beratung zuteil. Durch diesen publikumswirksamen Messeauftritt ist es erneut gelungen, das Engagement der Apotheken in NRW für den Behindertensport zu demonstrieren und gleichzeitig die Apotheken unter dem Motto „Die Apotheken in NRW – wohnortnah. Immer für Sie da“ zu positionieren.
Neben den zahlreichen Präventions-Checks stießen die Informationsangebote am Stand auf großes Interesse: Der Kino-Spot zu Arzneimittelfälschungen, Infoflyer und die persönliche Ansprache durch Mitarbeiter der NRW-Mitgliedsorganisationen rundeten das pharmazeutische Angebot ab. Der BSNW begeisterte die Besucher mit dem RehaCare Sport-Center und informierte über Möglichkeiten, auch mit Behinderung aktiv und fit zu bleiben. Breitensportler, Weltmeister und Paralympics-Sieger feierten ihr alljährliches Festival. Herbert Kaul, Geschäftsführer des BSNW, freute sich über den Erfolg: „Die RehaCare ist für uns die wichtigste Veranstaltung, um die Vielfalt des Behindertensport einer breiten Öffentlichkeit zu präsentieren.“
Ministerin Steffens betonte den künftigen Stellenwert der Apotheken vor Ort in der Quartiersversorgung
Das Angebot des Apothekerstandes im Zeichen des roten „A“ freute auch NRW-Gesundheitsministerin Barbara Steffens (Bündnis 90/Die Grünen) im Rahmen ihres Messerundgangs, bei dem sie das Engagement der Apothekerschaft für den Behindertensport lobte. Steffens betonte bei Ihrem Besuch am Apothekerstand die große Bedeutung der öffentlichen Apotheken vor Ort. Im Gespräch mit Marlene Langenberg-Nüsser (Beiratsmitglied des AV Nordrhein) und Friederike Kolbe machte Steffens deutlich: „Die Apotheken sind nicht nur reine Arzneimittelabgabestellen, sondern werden in Zukunft weitere wichtige Aufgaben im Rahmen eines Quartiersmanagements vor Ort übernehmen müssen. Ich weiß, dass die nordrhein-westfälischen Apothekerinnen und Apotheker dazu bereit sind.“ Unverzichtbar sei die Arzneimittelversorgung über die inhabergeführte Apotheke vor Ort insbesondere mit Blick auf den demografischen Wandel und die immer älter werdende Gesellschaft.
Neben Barbara Steffens besuchte auch der Landesbehindertenbeauftragte Norbert Killewald den Apothekerstand. Er hofft auf weitere gute Zusammenarbeit in der Kooperation mit den Apotheken in NRW, die seine Vorgängerin Angelika Gemkow im Rahmen der Initiative „Barrierefreie Apotheken“ gestartet hatte.
Der Apothekerverband Nordrhein e.V., der stellvertretend für die Apothekerkammern und -verbände in NRW den Messeauftritt konzipiert, organisiert und umgesetzt hat, möchte sich hiermit noch einmal ausdrücklich bei allen herzlich bedanken, die aktiv am Messestand tätig waren. Ein besonderer Dank gilt auch Bayer Healthcare für die Unterstützung, u.a. durch die Bereitstellung der erforderlichen Geräte und Materialien bei der Durchführung
der Blutzuckertests.
Organspende: In jedem steckt ein Lebensretter
Den Tag der Apotheke am 09. Juni nutzten die Pharmazeuten bundesweit für eine Informations- und Aufklärungskampagne zum Thema Organspende
- Nach Angaben der Deutschen Stiftung Organtransplantation (DSO) besitzt nur knapp ein Viertel der Deutschen einen Organspendeausweis. Die Menschen sollten sich intensiver mit dem Thema Organspende beschäftigen, raten die Apotheker in Nordrhein.
- Jeder Organspender kann nach seinem Tod bis zu sieben Menschen ein neues Leben schenken.
In Deutschland warten derzeit 12.000 Patienten auf eine Organtransplantation. Pro Tag sterben drei Menschen, weil kein passendes Organ gefunden wurde. Vor dem Hintergrund dieser dramatischen Zahlen widmete sich der diesjährige "Tag der Apotheke" dem wichtigen Thema Organspende. Unter dem Motto "In jedem steckt ein Lebensretter" haben sich die Apothekerinnen und Apotheker für eine bessere Aufklärung über das Thema Organspende engagiert. Im Zuge dessen wurden u.a. Organspendeausweise sowie Informationsmaterialien verteilt und damit die Kampagne "Fürs Leben" der Deutschen Stiftung Organtransplantation (DSO) aktiv unterstützt.

"Jeder Mensch sollte sich intensiver mit dem Thema Organspende beschäftigen", findet Werner Heuking, Pressesprecher der Apotheker in Nordrhein. "Denn schließlich kann jeder in die Situation geraten, auf ein neues Organ angewiesen zu sein. Wenn alle helfen, kann auch allen geholfen werden." Obwohl die Mehrheit der Deutschen eine Organspende befürwortet, besitzt nach Angaben der DSO nur knapp ein Viertel einen Organspendeausweis. Damit überlässt die Mehrheit im Ernstfall die Entscheidung ihren Angehörigen.
Deshalb sollte sich jeder frühzeitig eine eigene Meinung zum Thema Organspende bilden und seine Entscheidung auch Verwandten und Freunden mitteilen.
Am besten dokumentiert man seine Bereitschaft mit Hilfe eines Organspendeausweises. Hier kann man unter anderem wählen, ob man bestimmte Organe von der Zustimmung ausnehmen möchte. "Jeder Organspender kann nach seinem Tod bis zu sieben Menschen ein neues Leben schenken", betont Werner Heuking. Wer einen Organspendeausweis ausgefüllt hat, muss nicht fürchten, sich damit ein für allemal festzulegen. Da es keine Registrierung der Spender gibt, genügt es, die alte Erklärung zu vernichten und seine Angehörigen über den geänderten Entschluss zu informieren.
"Wir hoffen, anlässlich des Tages der Apotheke möglichst viele Menschen über das Thema Organspende aufzuklären, denn es herrscht hier zum Teil sehr viel Unwissenheit", so Pressesprecher Heuking. Laut einer Umfrage fühlt sich jeder zweite Deutsche nicht genügend über Organspende informiert. Mit ihrer Informations- und Aufklärungskampagne konnten die Apothekerinnen und Apotheker am 09. Juni ein wichtiges öffentlichkeitswirksames Signal setzen.
Info:
- Die Zahl der Transplantationen in Deutschland lag 2010 bei 5.083. Dem gegenüber stehen 12.000 Patienten, deren Leben durch eine Organspende gerettet werden könnte.
- Fast die Hälfte aller Transplantationen entfiel auf die Nieren. Weitere mögliche Organe sind Herz, Lunge, Leber, Pankreas (Bauchspeicheldrüse) und Dünndarm.
Weitere Informationen auch unter www.dso.de.
Gemeinsame Informations- und Aufklärungsarbeit zum Thema „Arzneimittelfälschungen“ wurde verstärkt
Im Rahmen seiner Kooperation mit dem Zollfahndungsamt Essen hat der Apothekerverband Nordrhein am 19. Mai eine gemeinsame Pressemitteilung zum Thema „Fallzahlen bei Medikamentenschmuggel deutlich angestiegen - Haupteinfallstor bleibt der illegale Internetversandhandel“ veröffentlicht.
Darin wird darauf hingewiesen, dass im Bereich des Schmuggels und der verbotenen Einfuhr von gefälschten Arzneimitteln die Tendenz deutlich steigend ist. Die jetzt durch Fallzahlen belegte Zunahme an Ermittlungsverfahren im Zollfahndungsdienst im Jahr 2010 habe - so die aktuelle Analyse des Zollfahndungsamtes - die letztjährige Einschätzung einer mutmaßlichen Steigerung voll bestätigt. Die Fallzahlen im Bereich des Zollfahndungsamt Essen haben sich demnach sogar verdoppelt. Haupteinfallstor bleibe der illegale Versandhandel über das Internet. Die Bekämpfung dieses Kriminalitätsbereiches genieße damit nach wie vor hohe Priorität.
In der gemeinsamen Pressemitteilung vom 19. Mai hat Ulrich Schulze, Sprecher des Zollfahndungsamtes Essen, den Verbrauchern dringend dazu geraten, Arzneimittel nur bei seriösen Quellen zu beziehen. Zudem warnte er, dass wer allzu sorglos und unbedacht im Internet Arzneimittel beziehe, würde billigend in Kauf nehmen, gefälschte Arzneimittel zu erhalten. Dass die Gefahren bei der Einnahme von Arzneimittel-Fälschungen nicht zu unterschätzen seien, betonte Thomas Preis, Vorsitzender Apothekerverband Nordrhein e.V.: „Ein gefälschtes Medikament kann zum Beispiel keinen, weniger oder mehr Wirkstoff enthalten als auf der Packung ausgewiesen ist. Oder es ist ein anderer Wirkstoff enthalten, der möglicherweise sogar gesundheitsschädlich ist. Unerwünschte Nebenwirkungen können den Patienten unter Umständen sogar in Lebensgefahr bringen. Wer die Medikamente in einer zugelassenen Apotheke vor Ort bezieht, ist auf der sicheren Seite“, so Preis.
Zollfahndungsamt rechnet mit Zunahme der Ermittlungsverfahren
Eingeschmuggelt werden überwiegend sogenannte Lifestylepräparate, wie Potenz – und Haarwuchsmittel. Die Fälschungsrate gerade bei diesen Produkten ist enorm hoch und liegt bei fast 90 %. Die illegale Einfuhr von Schlankheitspräparaten wie beispielsweise das Produkt „LiDa“ mit dem rezeptpflichtigen Appetitzügler Sibutramin ist nach zahlreichen warnenden Veröffentlichungen auf dem Rückzug.
Neben den regulären Internetapotheken gibt es zahlreiche unrechtmäßige Anbieter von Sildenafilhaltigen Produkten (Potenzmittel), die hier mit phantasiereichen Bezeichnungen angeboten werden. Aber auch das Angebot von Dopingmitteln ist erheblich. Bei Kontrollen von Postsendungen konnte davon ein Großteil aus dem Verkehr gezogen werden.
Der Schmuggel von anabolen Steroiden (Anabolika), also Dopingmitteln, hat um mehr als das Dreifache beim Zollfahndungsamt Essen zugenommen. Diese verbotenen Substanzen, früher fast ausschließlich im Hochleistungssport anzutreffen, werden heute auch in Kreisen der Breitensportler vorgefunden.
Die bereits für dieses Jahr abzulesende Entwicklung lasse – so die Auffassung des Zollfahndungsamtes Essen - die Einschätzung zu, dass mit einer weiteren Zunahme von Sicherstellungen und Ermittlungsverfahren in diesem Bereich zu rechnen sei.
Gemeinsam gegen Arzneimittelfälschungen und für aktiven Verbraucherschutz
Die Zusammenarbeit der Zollfahndung und den Apothekerverbänden hat sich – so die Einschätzung der Zollfahnder - bei der Bekämpfung der Arzneimittelkriminalität bewährt. Eine Vielzahl gemeinsamer Tagungen, Messeauftritte und Workshops wurden erfolgreich absolviert und ermittlungsunterstützende Netzwerke und Informationsplattformen installiert. Das Zollfahndungsamt Essen und der Apothekerverband Nordrhein e.V. haben sich zum Ziel gesetzt, sich künftig weiterhin auch gemeinsam im Sinne aktiven Verbraucherschutzes bei diesem Thema zu engagieren.
Aktuell haben Zollfahndung gemeinsam mit Apothekern und Arzneimittelherstellern am 20. Mai 2011 in Solingen anlässlich des Informationstages „Medikamentenfälschungen“ die Verbraucher bezüglich der Gefahren von Medikamentenfälschungen aufgeklärt und auch darüber informiert, wie man sich am besten davor schützen kann. Auskunft erteilten dort Marlene Langenberg-Nüsser, Vorsitzende des Apothekerverbandes Bergisch-Land e.V., und das Zollfahndungsamt Essen. Weitere Informationen zum Informationstag unter www.plagiarius.de.
Landesgesundheitsministerin Steffens lehnt Arzneimittel-Distribution über Versandhandel im Internet und Pickup-Stellen strikt ab
Am Samstag, den 05.02.2011, hat der „3. Zukunftskongress öffentliche Apotheke“ stattgefunden. Die positive Resonanz konnte mit rund 450 Teilnehmern im Vergleich zum Vorjahr nochmals deutlich gesteigert werden. [mehr]

Ministerin lobt Engagement der Apotheker in NRW
Die Apotheker in Nordrhein-Westfalen haben nach der überaus erfolgreichen Premiere in 2009 erneut an der RehaCare, der weltgrößten Fachmesse für Rehabilitation, Prävention, Integration und Pflege, teilgenommen. Dabei haben sie auch die Schirmherrschaft für eines der Messehighlights, dem Sitzballturnier, übernommen. An den vier Messetagen vom 06. bis 09. Oktober 2010 verzeichnete die RehaCare mit über 52.000 Teilnehmern einen neuen Besucherrekord.

Der Besucherandrang am Messestand der Apotheker
wargroß, u.a. konnten über 2.500 Blutdruck- und
Blutzuckermessungen durchgeführt werden.
Unter dem Motto „Die Apotheken in NRW - wohnortnah. Immer für Sie da.“ wurden in der Halle des Behindertensportverbandes NRW (BSNW) insgesamt rund 2.500 Blutdruck- und Blutzucker-Messungen durchgeführt sowie über 500 mal Körperfettwerte ermittelt. Neben den Präventionschecks stießen auf der REHACARE 2010 die Informationsangebote am Stand auf großes Interesse. Der Kino-Spot zu Arzneimittelfälschungen, Flyer zur Kooperation zwischen Apotheken und Behindertensport und ein multimediales Apothekenquiz verkürzten die Wartezeit bis zur nächsten Messung. Zusätzlich wurde auf die aktuelle Informationskampagne der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) zum Thema Organspende aufmerksam gemacht und für Interessierte Organspendeausweise am Stand zur Verfügung gestellt.
Ministerin Steffens spricht sich für öffentliche Apotheken aus
NRW-Gesundheitsministerin Barbara Steffens (Bündnis 90/Die Grünen) lobte bei ihrem Besuch des Apothekerstandes in der Halle des Behindertensports das Engagement der Apotheker in NRW für den Behindertensport. Im Gespräch mit Apotheker Christian Veithen, AV NR, betonte sie, dass die öffentlichen Apotheken nicht nur Abgabestelle für Arzneimittel, sondern auch erster Ansprechpartner in Präventions- und Gesundheitsfragen seien. Dass Apotheken darüber hinaus auch über Behindertensportangebote informieren, begrüßt sie sehr. Sie motivierte die Apotheken dazu, diese offensichtlichen Vorteile, die sich auch durch den täglichen persönlichen Kundenkontakt ergeben, noch stärker zu nutzen und weiter auszubauen. In diesem Zusammenhang sprach Sie sich für die inhabergeführte, öffentliche Apotheke aus.
Apotheker in NRW - starke Partner des Behindertensports
Der Präsident des Deutschen Behindertensportverbandes, Friedhelm Julius Beucher, Reinhard Schneider, Vorsitzender des BSNW NRW und Herbert Kaul, Geschäftsführer des BSNW NRW, hoben bei ihrem Besuch des Apothekerstandes noch einmal die gewachsene Partnerschaft zwischen Apotheken und Behindertensport hervor. Die Kooperation auf Landesebene in Nordrhein-Westfalen wurde seit über einem Jahr intensiv weitergeführt; dies zeuge von der erfolgreichen Zusammenarbeit beider Kooperationspartner. Dass die Apotheker in NRW ein starker Partner des Behindertensports sind, haben sie in diesem Jahr schon mehrfach unter Beweis gestellt: So wurden u.a. die Internationalen Deutschen Leichtathletik-Meisterschaften in Bottrop unterstützt und auch der Tag der Begegnung in Essen aktiv begleitet.
Der Apothekerverband Nordrhein e.V., der stellvertretend für die Apothekerkammern und -verbände in NRW den Messeauftritt konzipiert, organisiert und umgesetzt hat, möchte sich hiermit noch einmal ausdrücklich bei allen herzlich bedanken, die aktiv am Messestand tätig waren. Ein besonderer Dank gilt auch Bayer Healthcare für die Unterstützung u.a. durch die Bereitstellung der erforderlichen Geräte und Materialien bei der Durchführung der Blutzuckertests.
"Freiberuflichkeit" und "Arzneimittelfälschungen" sind Programmschwerpunkte
Das Institut für Medizin-Ökonomie & Medizinische Versorgungsforschung (iMÖV) der Rheinischen Fachhochschule Köln veranstaltet am 21. und 22. September 2010 bereits zum 8. Mal den Rheinischen Kongress für Gesundheitswirtschaft. Die Veranstaltung zählt zu den erfolgreichsten Kongressen in der Region. Im letzten Jahr stieß das Kongressangebot bei den über 500 Teilnehmern erneut auf sehr positive Resonanz.
In diesem Jahr geht der Veranstalter neue Wege und wird mit dem Apothekerverband Nordrhein e.V. als Kooperationspartner gemeinsam zwei Workshops mit folgenden Themenschwerpunkten durchführen:
- „Freiberuflichkeit im Gesundheitswesen - Auslaufmodell oder Zukunftsprojekt?“ findet am Dienstag, den 21. September 2010, von 16.45 – 18.15 Uhr statt.
- „Arzneimittelfälschungen - eine ernsthafte europäische Bedrohung“ findet am Mittwoch, den 22. September, von 11.45 – 13.15 Uhr statt.
Interessierten Mitgliedern des Apothekerverbandes Nordrhein e.V., die gerne am Kongress teilnehmen möchten, hat der Veranstalter Sonderkonditionen eingeräumt. Weitere Informationen zur Veranstaltung, auch hinsichtlich der vergünstigten Teilnehmergebühr für Kooperationspartner (die für die Mitglieder des Apothekerverbandes Nordrhein e.V. gilt), finden Sie in dem Flyer.
Berufe in der Apotheke - vielfältig und attraktiv
Persönliche Beratung per Telefon und im Internetchat
Ob Unterschiede zwischen den Berufen Pharmazeutisch-technische Assistenten (PTA) oder Pharmazeutisch-kaufmännische Angestellte (PKA), Perspektiven des Apothekerberufs, Verdienstmöglichkeiten oder die Dauer des Pharmaziestudiums: Die Fragen, die am Telefon und im Internetchat gestellt wurden, waren so vielfältig wie die Berufe in der Apotheke. Experten standen Rede und Antwort. Anlass der Aktion der Apotheker in Nordrhein war eine Nachwuchsoffensive, die am Tag der Apotheke gestartet wurde. „Den Menschen die Möglichkeit zu geben, über eine kostenfreie Hotline und einen Internetchat ihre Fragen zu stellen und sich beraten zu lassen, war richtig und wichtig“, sagte Thomas Preis, Vorsitzender Apothekerverband Nordrhein e.V. Viele fragten nach der Möglichkeit eines Praktikums, um einmal hinter dieKulissen einer Apotheke zu blicken und zu erfahren, ob die Arbeit passt. Auch Eltern nutzten die Möglichkeit, sich stellvertretend für ihre Kinder über die Berufschancen in der Apotheke zu informieren. „Die Aktion war beste Werbungfür die Berufe in der Apotheke. Das nehmen wir zum Anlass, um die Nachwuchsoffensive mit weiteren Aktionen in diesem Jahr fortzusetzen“, erklärte Lutz Engelen, Präsident der Apothekerkammer Nordrhein.
Der Deutsche Apothekerverband (DAV) lobt erstmals den Gesundheitspreis „Selbsthilfe und Apotheke – Kooperationen mit Vorbildcharakter“ aus. Bewerben können sich Institutionen, Verbände, Apotheken, Patientenvertreter und...
Der Deutsche Apothekerverband (DAV) lobt erstmals den Gesundheitspreis „Selbsthilfe und Apotheke – Kooperationen mit Vorbildcharakter“ aus. Bewerben können sich Institutionen, Verbände, Apotheken, Patientenvertreter und Selbsthilfegruppen. Mit der Preisausschreibung will der DAV erfolgreiche Kooperationen von Patienten- und Selbsthilfegruppen sowie öffentlichen Apotheken und Apothekern würdigen und zur Nachahmung beispielhafter Projekte anregen. „Wir wollen das gesellschaftliche Miteinander zum Wohle von Patientinnen und Patienten aktiv fördern“, sagt Apotheker Thomas Preis, Mitglied im geschäftsführenden DAV-Vorstand.
Eine Jury wird aus den eingegangenen Bewerbungen die Gewinner küren. Ausgelobt sind Preisgelder in Höhe von 2.000, 1.000 und 500 Euro für die drei besten Projekte. Die Preisverleihung findet im Rahmen des Patientenforums des Deutschen Apothekerverbandes am 17. September 2010 in Berlin statt. Schirmherr ist Wolfgang Zöller MdB, Beauftragter der Bundesregierung für die Belange der Patientinnen und Patienten. Einsendeschluss ist der 31. Juli 2010.
(ABDA)
Apothekerverband Nordrhein verleiht Ehrenzeichen
Anlässlich der Mitgliederversammlung am 21. April 2010 in Düsseldorf hat der Apothekerverband Nordrhein e.V. Apotheker Klaus Bultmann, Apotheker Dr. Heinz auf dem Keller und Apotheker Paul Stöckmann das Ehrenzeichen für ihr herausragend ehrenamtliches Engagement für die Apothekerschaft in Nordrhein verliehen. Nachfolgend werden die Ehrenzeichenträger und ihre Verdienste für den Berufsstand in Nordrhein auszugsweise vorgestellt.
Freuten sich über die Verleihung (v. l.): Klaus Bultmann, Dr. Heinz auf dem Keller, Thomas Preis, der als Vorsitzender die Verleihung der Ehrenzeichen übernahm, und Paul Stöckmann.
Klaus Bultmann: Mehr als 25 Jahre Vorsitzender des Apothekervereins Düsseldorf
Klaus Bultmann war insgesamt fast 25 Jahre (vom Jahr 1984 bis 25. 11. 2008) Vorsitzender des Apothekervereins Düsseldorf und Umgebung. In dieser Funktion hat er sich kontinuierlich und nachhaltig für den Berufsstand engagiert. Beispielhaft sei hier die AG – Düsseldorfer Krankenkassen genannt, in der er die Vertragsverhandlungen für seinen Verband führte. Darüber hinaus hat er zu einer intensiven pharmazeutischen Vernetzung der Düsseldorfer Kollegen gesorgt, indem er regelmäßige pharmazeutische Stammtische in den verschiedenen Regionen seines Verbandsgebietes organisierte. Zusätzlich sorgte er durch die Einführung von Schülerpraktika in den Mitgliedsapotheken auch für die Nachwuchsförderung für die Lehr- und Ausbildungsberufe im Bereich der Pharmazie. Als Bezirksvorsitzender hat er sich auch immer wieder aktiv eingebracht, wenn es darum ging, die öffentliche Apotheke mit ihrem unverwechselbaren Marken- und Erkennungszeichen, dem roten A, im Rahmen von Gesundheitsmessen zu repräsentieren. Beispielhaft hierfür steht der jährlich stattfindende Düsseldorfer Diabetestag.
Über seine Funktion als Bezirksvorsitzender und Mitglied des Beirates des Apothekerverbandes Nordrhein hinaus, hat er sich auch über viele Jahre als Mitglied des Norwima Verwaltungsrates engagiert. Kollege Klaus Bultmann war regelmäßig Delegierter der nordrheinischen Apothekerschaft auf zuletzt weit über zwanzig bundesdeutschen Apothekertagen und DAV-Klausurtagungen. Er hat sich durch seinen großen Einsatz in Bezug auf die Ziele des Apothekerverbandes Nordrhein in außerordentlicher Weise besonders und herausragend verdient gemacht.
Dr. Heinz auf dem Keller: zukunftsorientiertes Engagement für Selbstständigkeit und Heilberuflichkeit
Dr. Heinz auf dem Keller war insgesamt elf Jahre (von 1996 bis 16. 4. 2007) Vorsitzender des Apothekerverbandes Mülheim/Oberhausen. Als für ihn nach mehrmaliger Wiederwahl in das Amt des Bezirksvorsitzenden mit dann 67 Jahren klar war, die Arbeit für die Kolleginnen und Kollegen in andere, jüngere Hände zu legen, wurde deutlich, dass dies trotz intensiver Recherche nicht so einfach zu bewerkstelligen war. So war er es, der schon frühzeitig erkannte, dass in einem Zusammenschluss mit dem benachbarten Bezirksverband Essen, seinen Mitgliedern eine hervorragende Zukunftsperspektive in einem dann viel größeren Bezirksverband geboten ¬werden könnte. Nach intensiven Gesprächen, Sitzungen und Verhandlungen gelang es ihm gemeinsam mit seinem Essener Kollegen Ulrich Schwier, dass im Jahr 2007 der neue Apothekerverband Essen/Mülheim/Oberhausen durch eine Fusion entstand.
Über seine Funktion als Bezirksvorsitzender und Mitglied des Beirates des Apothekerverbandes Nordrhein hinaus hat er sich seit 1999 im Apothekerverband Nordrhein auch als Mitglied des Norwima Verwaltungsrates engagiert. Dr. Heinz auf dem Keller war in seinem über ein Jahrzehnt währenden berufspolitischen Engagement in den vordersten Reihen unseres Berufsverbandes insgesamt über zwanzigmal als Delegierter des Apothekerverbandes Nordrhein Teilnehmer an Deutschen Apothekertagen und DAV-Klausurtagungen und anderen überregionalen Veranstaltungen der deutschen Apothekerschaft.
Dr. Heinz auf dem Keller hat sich nicht nur als überaus geschätzter Kollege und Vorsitzender des Bezirksverbandes Mühlheim/Oberhausen und der nord¬rheinischen Verbandsgremien auf der Landesebene verdient gemacht, sondern auch als sehr wertgeschätzter Gesprächspartner der Politiker, insbesondere auch in seinem Verbandsgebiet. Dabei hat er sich in überaus beispielhafter und zu würdigender Weise für die Verbandsziele eingesetzt. Besonders wichtig war für ihn stets der Erhalt der Freiberuflichkeit und Selbstständigkeit.
Paul Stöckmann: Da, wo möglich: Neue Wege gehen
Paul Stöckmann (Xanten-Marienbaum) ist 1991 zum ersten Mal als Vorsitzender des AV Linker Niederrhein (damals noch Verein Linker Niederrhein) gewählt worden. Er war unmittelbarer Nachfolger von dem leider im letzten Jahr verstorbenen Ehrenzeichenträger Dr. Otto Föcking. Dieses Amt übte er insgesamt über 14 Jahre bis zum Jahr 2005 aus.
Über seine Funktion als Bezirksvorsitzender und Mitglied des Beirates hinaus hat er sich im Apothekerverband Nordrhein auch als Mitglied des ¬Norwima Verwaltungsrates engagiert. Darüber hinaus war er in zahlreichen Ausschüssen des Verbandes maßgeblich und aktiv tätig: So war er langjähriges Mitglied im Satzungsausschuss, im Vertragsausschuss und auch in der gemeinsamen Euregio-Arbeitsgruppe von Kammer und Verband. Der Arbeitsgruppe Euregio gehört er in der aktuell laufenden Wahlperiode noch an. Er war weit über ein Jahrzehnt Delegierter der nordrheinischen Apotheker auf bundesdeutschen Apothekertagen und DAV-Klausurtagungen.
Zu einer Zeit als das Internet noch in den Kinderschuhen steckte, trug Paul Stöckmann maßgeblich dazu bei, den ersten Internetauftritt eines bundesdeutschen Apothekerverbandes zu organisieren. Die gemeinsame Internetseite von Kammer und Verband war bundesweit einmalig und einzigartig; sie war und ist charakteristisch für die Arbeit und den Arbeitsstil von Paul Stöckmann. Da, wo möglich und für den Berufsstand und die Arzneimittelversorgung der Bürgerinnen und Bürger unseres Landes nützlich, ging er neue Wege und gestaltete die Zukunft aktiv selber. Dabei hat er stets betont und sich aktiv dafür eingesetzt, dass die hohe Leistungs- und Servicebereitschaft in den öffentlichen auch mit einer Verbesserung der wirtschaftlichen Situation der Apotheken einhergehen müsse. Dem vorbildlichen und unermüdlichen ehrenamtlichen Einsatz des Kollegen Paul Stöckmann haben die Verbandsmitglieder, die öffentlichen Apotheken in Nordrhein, sehr viel zu verdanken.
Die Apothekerorganisationen in NRW:
Bundesweit erste gemeinsame Erklärung für mehr Barrierefreiheit in Apotheken
Die Apothekerverbände und Apothekerkammern in Nordrhein-Westfalen haben am 21.04.2010 in der Düsseldorfer Staatskanzlei bundesweit die erste gemeinsame Erklärung für mehr Barrierefreiheit in Apotheken abgeschlossen. In Ihrer Ansprache anlässlich der Unterzeichnung bedankte sich die Landesbehindertenbeauftragte in Nordrhein-Westfalen, Angelika Gemkow, für den intensiven Austausch mit den Apothekerinnen und Apothekern. Dabei hob sie auch hervor, dass die Apotheken vor Ort gerade in Anbetracht einer immer älter werdenden Gesellschaft und der wachsenden Zahl an betreuungsbedürftigen Menschen eine immer wichtiger werdende Rolle in sozialen Netzwerken vor Ort einnehmen.
Barrierefreiheit sukzessive erhöhen
Schon heute seien die Apotheken vor Ort nicht nur wohnortnahe, persönliche Ansprechpartner für Fragen rund um das Arzneimittel, sondern häufig auch ein Kummerkasten, insbesondere für ältere und behinderte Menschen. Die Landesbehindertenbeauftragte betonte, dass dies bundesweit die erste Erklärung sei, und bekräftigte das gemeinsame Ziel, die Barrierefreiheit in den nordrhein-westfälischen Apotheken schrittweise zu erhöhen. Dabei seien nicht immer teure Umbaumaßnahmen nötig. Auch kleinere Maßnahmen könnten dazu beitragen, Barrieren abzubauen und Menschen mit Behinderung somit den Besuch in der Apotheke zu erleichtern. So biete eine bereitgestellte Sitzgelegenheit bereits einen angenehmeren Aufenthalt in der Apotheke sowie die Möglichkeit, Beratungsgespräche in Ruhe zu führen.
Wichtiges öffentliches Signal für Barriereabbau
Stellvertretend für die Apothekerorganisationen in NRW sagte Thomas Preis, Vorsitzender des Apothekerverbandes Nordrhein e.V.: "Wir freuen uns, die Landesbehindertenbeauftragte in ihrem Engagement zu unterstützen, das Thema Barriereabbau weiter voran zu treiben. Unsere gemeinsame Erklärung ist ein weiterer Schritt und ein wichtiges öffentliches Signal, um das Bewusstsein für dieses Thema in der Bevölkerung zu steigern. Auch hier wird deutlich, dass wir Apotheker auch über unsere Kernaufgabe, die Arzneimittelversorgung, hinaus eine wichtige gesamtgesellschaftliche Verantwortung tragen und dieser auch gerecht werden." Zudem wies Preis darauf hin, dass der überwiegende Teil der Apotheken ihren Kunden bereits heute schon einen barrierefreien Zugang bieten würden. Jetzt komme es darauf an, den Kolleginnen und Kollegen konkrete Hilfestellungen und Kriterien an die hand zu geben, wie man die Barrierefreiheit in der eigenen Apotheke steigern könne.
Aktiv gegen Darmkrebs - Früherkennung rettet Leben
Gemeinsame Aufklärungs- und Informationskampagne
Darmkrebs ist in Deutschland die zweithäufigste Krebstodesursache. Jährlich erkranken über 73.000 Menschen an Darmkrebs, rund 26.000 sterben. Dabei kann die Krankheit durch gezielte Früherkennung oft verhindert werden. Das haben der Apothekerverband Nordrhein e.V., die Kassenärztliche Vereinigung Nordrhein und die Stiftung Lebensblicke – Früherkennung Darmkrebs zum Anlass für eine gemeinsame Aufklärungs- und Informationskampagne zur Darmkrebsfrüherkennung genommen. Plakate und Flyer in den 12.500 Arztpraxen und 2.300 Apotheken in Nordrhein machen auf die Aktion aufmerksam.
„Mit über 400.000 Kundenkontakten in Nordrhein eignet sich die Apotheke sehr gut für diese Aufklärungsarbeit“, sagte Thomas Preis, Vorsitzender des Apothekerverbandes Nordrhein e.V. Unser Ziel ist es, möglichst viele Menschen von der Notwendigkeit der Darmkrebsfrüherkennung zu überzeugen, denn die aktuellen Zahlen zur Teilnahme an Früherkennungsuntersuchungen in Nordrhein sind noch stark ausbaufähig.“
Den Flyer zur Aktion sowie die Pressemappe zum Pressegespräch vom 25. März können Sie sich hier herunterladen:
Landesgesundheitsminister Laumann: "Apotheken sind ganz wichtiger Teil unseres Gesundheitssystems"
Am Samstag, den 06.02.2010, hat der „2. Zukunftskongress öffentliche Apotheke“ im World Conference Center in Bonn statt- gefunden. Über 400 Teilnehmer waren dabei, als hochkarätige Referenten über die aktuelle gesundheitspolitische Situation, Marktentwick- lungen und Zukunftschancen der öffentlichen Apotheke referierten und diskutierten. [mehr]
Gemeinsamer Messeauftritt der Apotheker in Nordrhein-Westfalen auf der Rehacare
Erstmalig nutzten die Kammern und Verbände in NRW die Möglichkeit für einen gemeinsamen Messeauftritt auf der REHACARE (vom 14.10 bis 17.10. in Düsseldorf), der weltgrößten Branchenfachmesse für Rehabilitation, Prävention, Integration und Pflege. Unter dem Motto „Die Apotheken in NRW – wohnortnah. Immer für Sie da“ repräsentierten sie die rund 4.900 Apotheken in NRW in der Halle des Behindertensportverbandes NRW Messe Düsseldorf – mit großem Erfolg. Denn die vier Messetage waren durchgehend von großem Besucherandrang geprägt. Insgesamt konnten am Messestand über 2.000 Messungen (Blutzucker, Blutdruck und Körperfettwerte) und Beratungs- sowie Informationsgespräche durchgeführt werden. Neben den Präventionschecks stießen auch die multimedial präsentierten Informationsangebote am Stand (Diabetes-Risiko-Check und Apotheken-Quiz) auf reges Interesse bei den Messebesuchern. Bei den jüngeren Standgästen entpuppte sich erneut der Kinospot zu gefälschten Arzneimitteln im Internet als Highlight.
Sitzball-Team aus Oberhausen holt Apotheken-Pokal
Über die Aktivitäten am Messestand hinaus hatten die Apotheker in NRW die Schirmherrschaft für eines der Messehighlights im Sportcenter des Behindertensportverbandes NRW übernommen: dem Sitzball-Turnier. Vier Sitzballteams kämpfen erstmalig um den Apotheken-Pokal.
Das hochklassige Turnier vor rund 300 begeisterten Zuschauern im Sportcenter endete mit einem Herzschlagfinale zwischen Oberhausen und Schwerte, das die Mannschaft aus Oberhausen denkbar knapp in der allerletzen Spielsekunde mit 25 : 24 für sich entscheiden konnte. Die Siegermannschaft freute sich nicht nur über den Apotheken-Pokal, sondern auch über einen neuen Trikotsatz. Die übrigen drei Mannschaften erhielten einen hochwertigen Trainingsball.
Das Pharmazeutische Team am Messestand - auf alles vorbereitet
An den vier Messetagen waren insgesamt 13 ApothekerInnen und PTA’s im Einsatz. Sie haben die Besucher optimal gemessen, betreut, beraten und informiert. Darüber hinaus war das Team wie die Apotheke vor Ort auf alle Eventualitäten vorbereitet. So konnte einigen Messebesuchern, die über Kopf- und Halsschmerzen klagten und gezielt um Hilfe gebeten hatten, kurzfristig weitergeholfen werden. Als eine Rollstuhlfahrerin mit einer blutenden Platzwunde am Schienenbein am Stand auftauchte, musste sogar einmal Erste
Hilfe geleistet werden. Die Wunde wurde fachgerecht versorgt.
Messeauftritt hat Erwartungen übertroffen
Marlene Langenberg-Nüsser, Vorsitzende des Apothekerverbandes Bergisch-Land und Mitglied im Beirat des Apothekerverbandes Nordrhein e.V., die das Standgeschehen leitete, zeigte sich mehr als zufrieden mit dem Messeauftritt:„Der Andrang am Messestand war enorm und hat unsere Erwartungen übertroffen. Insgesamt ist es nicht nur gelungen, den Berufsstand optimal zu repräsentieren, sondern auch die Kooperation mit dem Behindertensportverband zu intensivieren. Nicht zuletzt die große Freude und die Begeisterungsfähigkeit der behinderten Menschen an den Sportangeboten, die wir in der Messehalle hautnah miterleben konnten, hat nochmals deutlich gemacht, wie wichtig das Engagement für den Behindertensport ist.“
Landesbehindertenbeauftragte NRW: "Apotheken sind unverzichtbare Bestandteile sozialer Netze"
Anlässlich des Sommerempfangs des Apothekerverbandes Nordrhein e.V. am Mittwoch, den 02.09.09, in den Düsseldorfer Rheinterrassen hob die Gastreferentin Angelika Gemkow, Landesbehindertenbeauftragte in Nordrhein-Westfalen, die wichtige soziale Netzwerk-Funktion der rund 5.000 Apotheken in Nordrhein-Westfalen hervor. „Apotheken sind für die Menschen unverzichtbare Bestandteile sozialer Netze in den Stadtteilen vor Ort, oft auch Kummerkasten bei Alltagssorgen“, so Gemkow.
Behinderte und ältere profitieren von Themenvielfalt
Als besonderes Leistungsmerkmal der Apotheken führte Frau Gemkow die Themenvielfalt an: „Die Apotheke ist für mich viel mehr als ein Geschäft. Apotheken decken eine breite Palette von Gesundheits-, Präventions- und Pflegethemen ab. Die Gewinner sind die behinderten und älteren Menschen, die davon besonders profitieren“, so Gemkow.
Apotheken haben Lotsenfunktion
Ferner lobte die Landesbehindertenbeauftragte die Kooperation der Apotheken mit dem Behindertensportverband NRW. Hier übernehmen die Apotheken Lotsenfunktion und informieren ihre Kundinnen und Kunden über gesundheitsfördernde Angebote der örtlichen Behinderten- und Gesundheitssportverbände. Als vorbildlich bezeichnete Frau Gemkow auch die Info-Kampagne der nordrhein-westfälischen Apotheken zur häuslichen Pflege. Informationen für pflegende Angehörige sind dringend nötig.
Pick up, Rabattverträge: Klare Forderungen in Richtung Politik
Der Vorsitzende des Apothekerverbandes Nordrhein e.V., Thomas Preis, sicherte der Landesbehindertenbeauftragten Kooperationsbereitschaft zu und bekräftigte zudem, dass die Apothekerorganisationen in NRW ihr Engagement für den Behindertensport noch in diesem Jahr weiter intensivieren werden. Thomas Preis nutze den Anlass aber auch, um in Richtung Politik klare Forderungen stellen. So kritisierte er allen voran die ungelöste Pickup-Stellen-Problematik: „Statt die am Verbraucher und Patienten orientierte, qualitativ hochwertige Arzneimittelversorgung durch die heil- und freiberuflich geprägte Apotheke zu fördern und zu stärken, wird durch die ordnungspolitische Unschärfe der gesetzlichen Regelung einer weiteren Banalisierung des Arzneimittels Vorschub geleistet“, so Preis.
Die Rabattverträge bezeichnete Preis als „nicht richtungsweisend“: „Wir fordern daher eine praxisgerechtere Umsetzung unter genauer Berücksichtigung pharmazeutisch relevanter Aspekte“, so Preis.
CDU in NRW steht hinter inhabergeführten Apotheken
Auf dem 30. CDU-Landesparteitag in Essen informierten sich führende Landespolitiker sowie zahlreiche Delegierte der CDU am gemeinsamen Stand von Apothekerkammer und Apothekerverband Nordrhein über das umfangreiche Leistungsprofil der öffentlichen, inhabergeführten Apotheke. Besonders der am Apothekerstand präsentierte Kinospot zum Thema Arzneimittelfälschungen stieß dabei auf großes Interesse.
Der auf dem Landesparteitag als CDU-Landesvorsitzender wiedergewählte NRW-Ministerpräsident Dr. Jürgen Rüttgers betonte im Gespräch am Apothekerstand, dass er voll und ganz hinter dem Distributionsweg über die öffentlichen, inhabergeführten Apotheken stehe, weil dieser einzig und allein die Versorgung der Gesellschaft mit Arzneimitteln sichern könne und zudem den Mittelstand stärke. Gesundheitsminister Karl-Josef Laumann stellte im Gespräch mit Lutz Engelen, Präsident der Apothekerkammer Nordrhein, in Aussicht, dass er am diesjährigen Apothekertag in Düsseldorf teilnehmen werde, wenn es die heiße Phase des Wahlkampfs im September erlaube. Wirtschaftsministerin Christa Thoben brachte nochmals ihr Vertrauen in die mittelständische Struktur der wohnortnahen Arzneimittelversorgung durch die inhabergeführten Apotheken zum Ausdruck.
Zukunftskongress öffentliche Apotheke feiert erfolgreiche Premiere
Am 07.02.2009 fand in der Stadthalle Wuppertal der „1. Zukunftskongress öffentliche Apotheke“ statt. Über 300 Gäste nahmen am Kongress teil. Sie nutzen die Gelegenheit, sich über aktuelle Entwicklungen und Zukunftschancen im Apothekenmarkt zu informieren. Gleichzeitig nutzten die Besucherinnen und Besuchern die Möglichkeit für einen intensiven fachlichen Austausch. Insgesamt stellte der Kongress auch einen wichtigen Beitrag dar, die Leistungsfähigkeit der öffentlichen Apotheke gegenüber Politik und Öffentlichkeit deutlich zu machen. Die erfolgreiche Premiere der Kongressveranstaltung hat den Apothekerverband Nordrhein e.V. darin bestärkt, auch in 2010 einen „Zukunftskongress öffentliche Apotheke“ zu veranstalten. Über Zeitpunkt, Veranstaltungsort und Inhalte werden wir die Mitglieder rechtzeitig informieren. [mehr]
Aktive Beiträge von Apotheken
Die Initiative für einen breiten wissenschaftlichen, politischen und gesellschaftlichen Dialog zum Entwicklungsbedarf von Prävention und Gesundheitsförderung in Europa wurde mit dem 2. Europäischen Präventionstag am 22. und 23.11.08 in Bonn fortge-setzt. Apotheker vor Ort haben in Podiumsdiskussionen Stellung bezogen und waren mit einem eigenen Informationsstand vertreten.
Den Auftakt bildete dieses Jahr erstmalig der Kinder- und Jugendpräventionstag. Die Veranstalter haben hier vor allem auf die fatalen Folgen falscher Ess- und Bewegungs-gewohnheiten hingewiesen. Neben zahlreichen Workshops und Mitmach-Aktionen für Kinder, wie zum Beispiel ein Kochkurs mit TV-Koch Tim Mälzer, fanden auch Vorträge und Talkrunden statt.
„Prävention geht alle an und ist somit eine Gemeinschaftsaufgabe“, erklärte Doris Schönwald, Vorstandsmitglied des Apothekerverbandes Nordrhein e.V., in der Talkrunde „Pommes, Party, Prüfungsstress?“, an der u.a. auch Prof. Dr. Dietrich Grönemeyer von der Universität Witten/Herdecke sowie Martin Köhler vom Bundesministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz teilnahmen. Dabei betonte sie: „Bei der Prävention sollte man nicht nur auf wegweisende Entscheidungen der Politik warten. Hier ist Eigeninitiative gefragt, vor allem auch durch die Leistungserbringer im Gesundheitswesen. Vorbeugungsmaßnahmen von Volkskrankheiten, wie z.B. Diabetes, an denen sich beispielsweise Apotheker kontinuierlich aktiv beteiligen, sind dafür ein gutes Beispiel.“ Darüber hinaus würden viele Apotheker auch in Schulen und Kindergärten wichtige Aufklärungsarbeit leisten, u.a. zu den Themen Ernährung, Bewegung und die gesundheitsschädigende Wirkung legaler und illegaler Drogen, ergänzte Schönwald.
Ohne Termin und Wartezeit: Präventionsangebote in der Apotheke
Den aktuellen und künftigen Stellenwert von Prävention diskutierten Politiker, Ärzte und Apotheker im Rahmen der Podiumsdiskussion „Prävention heute“ am zweiten Veranstaltungstag. Dr. Norbert Röttgen (MdB), Parlamentarischer Geschäftsführer der CDU/CSU-Bundestagsfraktion, hob den hohen Stellenwert von Prävention hervor, musste aber eingestehen, dass es sich hier um ein politisch schwieriges Thema handelt. Mit Blick auf die große Koalition machte er keinen Hehl daraus, dass die Schnittmenge in der Gesundheitspolitik für eine gemeinsame Präventionsinitiative sehr gering sei. Aus diesem Grund konnte man sich auch nicht auf ein Präventionsgesetz einigen, obwohl dies ein fester Bestandteil der Koalitionsvereinbarung sei.
Auf die Weiterentwicklung der Apotheken von einer Arzneimittel-Abgabestelle zu einer wichtigen Anlaufstelle für Gesundheits- und Präventionsfragen wies der Moderator Dr. Wolf Bleichrodt hin. Diese Sichtweise bekräftigte Thomas Preis, Vorsitzender des Apothekerverbandes Nordrhein e.V.: „Die über 21.500 Apotheken in Deutschland bieten über ihre persönliche Arzneimittel-Beratung hinaus einen niedrigschwelligen Zugang zu Gesundheits- und Präventionsleistungen. Patienten profitieren von einem wohnortnahen Angebot, das sie ohne Termin und Wartezeit in Anspruch nehmen können. Wer also wissen möchte, was er individuell im Bereich Prävention tun kann, kann sich in seiner Apotheke vor Ort informieren.“
Präventionscheck und Beratungsgespräche am Informationsstand
Das Präventionsangebot am Apothekerstand umfasste die Bestimmung von Blutzuckerwerten, Körperfettwerten und Body-Mass-Index. Ein Diabetes-Risikocheck ergänzte das Angebot. Zahlreiche Besucher nutzten die Gelegenheit zum Präventionscheck und ließen sich ausführlich über ihre Werte beraten.
„Wir haben mit unserer Teilnahme am 2. Europäischen Präventionstag gezeigt, dass die öffentliche Apotheke als erste Anlaufstelle aktive Beiträge im Bereich Prävention leistet. Ziel war es, diese für die Besucher erlebbar zu machen. Das ist auch in diesem Jahr gelungen“, erklärte Dr. Markus Reiz, Vorsitzender des Apothekerverbandes Bonn-Rhein-Sieg e.V., der mit einem Team von Bonner Kolleginnen und Kollegen den Apothekerverband Nordrhein e.V. vor Ort unterstützt hat.
Mittelstandsbeauftragter der Bundesregierung: Mittelständische Struktur der Apotheken steht auf dem Spiel
Hartmut Schauerte (MdB), Mittelstandsbeauftragter der Bundesregierung, ließ auf der 11. Landesdelegiertenversammlung der Mittelstands- und Wirtschaftsvereinigung der CDU-NRW am 06.09.2008 in Mülheim an der Ruhr keinen Zweifel aufkommen, dass er mit Sorge auf die aktuellen Entwicklungen im Apothekenmarkt blickt.
Denn sollte der Europäische Gerichtshof (EuGH) das Fremdbesitzverbot kippen, würde das zu Lasten der bewährten mittelständischen Struktur der Arzneimittelversorgung durch Apotheken vor Ort gehen. Er warnte in diesem Zusammenhang vor gravierenden Änderungen. Darüber hinaus bedankte er sich bei den Freien Berufen und insbesondere bei den Apotheken für ihre Teilnahme am Ausbildungspakt NRW.
„Garant für eine ordnungsgemäße Arzneimittelversorgung“
Staatsministerin Hildegard Müller betont Bedeutung der öffentlichen Apotheken
Anlässlich des Sommerempfangs des Apothekerverbandes Nordrhein e.V. in den Düsseldorfer Rheinterrassen am Mittwoch, den 27.08.08, hat Hildegard Müller, Staatsministerin im Bundeskanzleramt, ein Grußwort gesprochen. Die Düsseldorfer Bundestagsabgeordnete hob darin die Qualität und Sicherheit der Arzneimittelversorgung durch öffentliche Apotheken hervor und bezeichnete die öffentlichen Apotheken als „Garant für eine ordnungsgemäße Arzneimittelversorgung“.
Mit Blick auf die künftige Rolle der öffentlichen Apotheken verwies die Staatsministerin auf die Beratungsleistung der Apotheken vor Ort. Dabei betonte Hildegard Müller, dass darin die eigentliche Stärke der Apotheken liege, die künftig noch mehr in den Vordergrund treten müsse.
Bereits zu Beginn ihres Grußwortes lobte Hildegard Müller das aktuelle Engagement der Apothekerschaft für den deutschen Behindertensport als offizieller Co-Förderer der deutschen Paralympischen Mannschaft.
Der Apothekerverband Nordrhein e.V. konnte neben der Gastreferentin Hildegard Müller (MdB) zu seinem traditionellen Sommerempfang weitere Politiker begrüßen. Darunter NRW-Wirtschaftsministerin Christa Thoben, die stellvertretende Fraktionsvorsitzende und Gesundheitspolitische Sprecherin der Grünen im Landtag NRW Britta Steffens, die Gesundheitspolitische Sprecherin der SPD-Landtagsfraktion Heike Gebhard sowie die Bundestagsabgeordnete Beatrix Philipp. Zu den weiteren insgesamt 90 Gästen gehörten u.a. Vertreter der Krankenkassen, der Kassenärztlichen Vereinigung, des pharmazeutischen Großhandels und der Pharmaindustrie.
Aktuelles Seminarprogramm für 2. Halbjahr liegt vor
Das Seminarprogramm der Apotheken-Akademie Nordrhein für das 2. Halbjahr 2008 liegt vor. Im Vergleich zum 1. Halbjahr wurde das Themenspektrum nochmals erweitert. Das umfangreiche Angebot bietet den Mitgliedern des Apothekerverbandes Nordrhein e.V. und deren Mitarbeitern eine große Auswahl an praxisnahen Seminaren, Workshops, Fortbildungen und Vorträgen an. Neben pharmazeutischen Seminaren umfasst das Angebot auch betriebswirtschaftliche Fortbildungen, Kommunikations- und Verkaufsseminare.
„Wir verfolgen das Ziel, durch die gezielt ausgewählten Fortbildungsangebote die Kernkompetenzen zu stärken und auszubauen, damit sich die Apotheke vor Ort weiter erfolgreich profilieren kann. Wir sind uns daher sicher, dass das Interesse am Seminarangebot auch im 2. Halbjahr groß ist“, so Annette Hettkamp, Leiterin der Apotheken-Akademie Nordrhein und Geschäftsführerin der NORWIMA mbH.
Im 2. Halbjahr 2008 werden insgesamt 49 Seminare angeboten. Themenschwerpunkte sind:
• BWL
• Führung
• Marketing
• Kundenberatung/Verkaufstraining
• Fachseminare/Pharmazie
• Vertragswesen
• QMS
• Einkauf
• EDV
Neu im Angebot ab 2. Halbjahr 2008 sind u.a. folgende Seminare:
• Gesetze und Lieferverträge richtig umsetzen - Retaxationen vermeiden
• Verkaufsgespräche erfolgreich führen
• Erfolgreich als weibliche Führungskraft
• Das Top-System für eine kundenorientierte Beratung
• Gesundheit, Fitness, Good-Aging
• Notfälle im Kindesalter
• betaCare – Chronische Schmerzen: Sozialrechtliche Fragen und Alltagstipps
• betaCare – soziale Beratung bei Demenz
Informieren Sie sich jetzt, welche Seminare in den nächsten Wochen angeboten werden.
Grüne im Landtag NRW gegen Konzernstrukturen im Apothekenmarkt
Im Rahmen eines Vorstandsgespräches mit dem Apothekerverband Nordrhein e.V. haben sich die Grünen im Landtag NRW für den Erhalt dezentraler Strukturen im Apothekenmarkt und damit gegen Konzernstrukturen ausgesprochen.
Gesundheitsschutz habe grundsätzlich hohe Priorität, betonte die Fraktionsvorsitzende Sylvia Löhrmann (MdL). Infolgedessen wolle man insbesondere die Versorgungssicherheit und gute Beratung im Auge behalten. Barbara Steffens (MdL), Sprecherin der Grünen Fraktion im Landtag NRW für Arbeitsmarkt-, Gesundheits-, Sozial- und Frauenpolitik, hob den demografischen Wandel und die Prävention als zentrale Herausforderungen im Gesundheitssystem hervor. Apotheken seien hier gefordert, ihr Know-how als ortsnahe pharmazeutische Berater und Dienstleister aktiv einzubringen, so z.B. im Rahmen vernetzter Versorgungsstrukturen, künftig noch verstärkter im Zusammenspiel mit anderen Akteuren im Gesundheitsbereich.
Auch der stetig steigenden Zahl an Pflegebedürftigen müsse man begegnen. Hier komme es künftig noch mehr darauf an, die Bemühungen dahingehend zu verstärken, ältere Menschen in ihrem häuslichen Umfeld zu belassen. Der bereits schon heute von Apotheken erbrachte Home-Service von Arzneimitteln wurde als wichtige Leistung anerkannt, auf die man aufbauen könne.
Mit Blick auf die Weiterentwicklung des Apothekenmarktes waren sich die Gesprächsteilnehmer einig darin, dass Verbraucher besonders dann profitieren, wenn ein Wettbewerb um beste Qualität stattfindet und Maßnahmen in diese Richtung entwickelt bzw. die Rahmenbedingungen dafür geschaffen werden.
Beck unterstützt inhabergeführte Apotheke
Apothekerkammer Nordrhein und Apothekerverband Nordrhein e.V. nutzten den SPD-Landesparteitag am 05. April in Düsseldorf für einen aktiven Informations- und Meinungsaustausch mit führenden Landes- und Bundespolitikern und Delegierten. Dabei standen Informationen zur sicheren Arzneimittelversorgung durch öffentliche Apotheken und die damit verbundenen Patientenvorteile ebenso im Mittelpunkt wie aktuelle Diskussionsthemen, wie z.B. die zunehmend unkontrollierbaren Auswüchse beim Versandhandel mit Arzneimitteln.
Bei seinem Kurzbesuch am Informationsstand der Apotheker wies der SPD-Parteivorsitzende Kurt Beck nachdrücklich darauf hin, dass er als Befürworter des bestehenden Systems der Arzneimittelversorgung durch die inhabergeführte, öffentliche Apotheke jederzeit ein offenes Ohr für die Anliegen der Apothekerschaft habe. Die auf dem Parteitag der NRW-SPD wiedergewählte Landesvorsitzende Hannelore Kraft betonte im Gespräch mit Kammerpräsident Lutz Engelen und dem Verbandsvorsitzenden Thomas Preis, dass das verbraucherschützende System der Abgabe in der Apotheke erhalten bleiben müsse, um eine entsprechende Arzneimittelsicherheit zu gewährleisten. Dabei forderte die Landeschefin der NRW-SPD die Apotheken auf, insbesondere die Aktivitäten in der Prävention weiter auszubauen.
Großes Interesse an Apotheken-Informationen
Bereits zu Beginn des SPD-Landesparteitages wurden die rund 500 Delegierten unter dem Motto „Wohnortnah. Immer für Sie da“ über einen Informationsflyer angesprochen. Der gemeinsam mit den Kammer- und Verbandskollegen aus Westfalen-Lippe konzipierte Flyer informiert über die zahlreichen Alleinstellungsmerkmale der Arzneimittelversorgung durch die öffentlichen Apotheken in Nordrhein-Westfalen. Die grafische Animation der Daten und Fakten über einen gesonderten Bildschirm am Informationsstand stießen bei den Parteitagsbesuchern auf besonders großes Interesse.
Apothekerkammer und Apothekerverband Nordrhein zeigten sich sehr zufrieden mit der Teilnahme am Landesparteitag der SPD. „Die äußerst positive Resonanz der Parteitagsteilnehmer hat erneut deutlich gemacht, dass die inhabergeführten, öffentlichen Apotheken mit ihrem umfassenden Leistungsprofil auch in der Politik einen hohen Stellenwert haben“, erklärte Thomas Preis, Vorsitzender des Apothekerverbandes Nordrhein e.V. Lutz Engelen, Präsident der Apothekerkammer Nordrhein, ergänzte: „Wir werden uns auch künftig mit gemeinsamen Aktionen aktiv dafür einsetzen, die inhabergeführte Apotheke mit ihrem unverwechselbaren Marken- und Erkennungszeichen, dem roten Apotheken-A, weiter zu stärken.“
Telefone der Hotline standen nicht still
„Patienten fragen, Apotheker antworten“: Unter diesem Motto stand eine große Telefonaktion der Apotheker in Nordrhein am Mittwoch, 20. Februar 2008, von 8 bis 20 Uhr, die auch als Unterstützung für die Apotheker vor Ort gedacht war. Hintergrund der Aktion ist der steigende Informations- und Beratungsbedarf der Patienten zu Themen rund um das Arzneimittel, Gesundheit und Prävention gewesen.
Die Telefonaktion stieß auf eine überaus positive Resonanz. Weit über 500 Anrufer sorgten dafür, dass die Telefone innerhalb der zwölfstündigen Aktion kaum einmal still standen. Ob Fragen zu Nebenwirkungen von Arzneimitteln, Teilbarkeit von Tabletten, Veränderungen bei den Rabattverträgen oder Zuzahlungen: Die Apotheker standen, wie die rund 2.500 Apotheken in Nordrhein tagtäglich, Rede und Antwort. Vor allem Ängste vor eventuell falscher Arzneimitteleinnahme, Nebenwirkungen und Ratlosigkeit bei den Neuerungen der Rabattverträge beschäftigten die Anrufer. Bei komplexeren Sachverhalten war auch manchmal ein Rückruf nötig. Bei Bedarf versorgten die Apotheker die Anrufer nachträglich mit Informationsmaterial. Ein wichtiges Ziel der Aktion wurde ebenfalls erreicht: Der Öffentlichkeit deutlich zu machen, wie umfangreich das Informations- und Beratungsspektrum der Apotheken vor Ort ist.
Schon die umfangreiche Vorberichterstattung in den Medien machte deutlich, dass die Apotheker einen Nerv getroffen haben. Für die Apotheker vor Ort war die Telefonaktion eine Unterstützung ihrer täglichen Arbeit und ein Zusatzangebot für alle Interessierten. Denn immer öfter sind die Apotheken erste Anlaufstelle für die Beratung der Patienten und Versicherten. Aufgrund der großen Resonanz bei Medien sowie Patienten und Versicherten wird über eine Neuauflage der Aktion nachgedacht.
NRW-Wirtschaftsministerin Thoben sieht steigenden Beratungsbedarf in Apotheken
Im Rahmen eines Gespräches des Vorstandes des Apothekerverbandes Nordrhein e.V. mit der NRW-Wirtschaftsministerin Christa Thoben stellte die Ministerin fest: „Mit der alternden Gesellschaft wird der Bedarf für eine fachgerechte Beratung bei der Abgabe von Arzneimitteln steigen.“ Insbesondere auch die steigende Zahl von im häuslichen Umfeld zu versorgenden Pflegefällen bedürfen der wohnortnahen Versorgung durch die wohnortnahen öffentlichen Apotheken. Eine wesentliche Voraussetzung, um diesen Herausforderungen künftig gerecht zu werden, sieht die Ministerin für Wirtschaft, Mittelstand und Energie des Landes NRW in der mittelständischen Versorgungsstruktur der öffentlichen Apotheken. Diese soll daher auch weiter gefördert und unterstützt werden.
Neben der insbesondere auch in strukturschwachen Gebieten nicht zu unterschätzenden Bedeutung als Wirtschaftsfaktor und Arbeitgeber für (hoch)qualifizierte Arbeitsplätze sieht die Ministerin die Zukunft der Apotheker in Ihrer Funktion als unabhängige Frei- und Heilberufler. Ministerin Thoben sieht darin das entscheidende Abgrenzungskriterium zum Vertrieb von Arzneimitteln über Einzelhandelsketten, die eine hochqualifizierte Beratung zu Arzneimitteln gar nicht leisten könnten.
Apothekerverband Nordrhein e.V. ist Mitglied der größten Kooperation der Gesundheitswirtschaft in NRW: Arzneimittelversorgung gehört zu den strategischen Handlungsfeldern
Mit der MedEcon Ruhr e.V. hat sich am Rande der 2. Ruhrgebietskonferenz Gesundheitswirtschaft am 29.11.07 in Essen offiziell die landesweit größte Kooperation in der Gesundheitswirtschaft NRW konstituiert. Damit wurden erfolgreich die Weichen für die weitere Ausgestaltung der Gesundheitswirtschaft in NRW gestellt. Durch seine Mitgliedschaft hat der Apothekerverband Nordrhein e.V. bewirkt, dass die Arzneimittelversorgung unter besonderer Berücksichtigung pharmazeutischer Dienstleistungen im Rahmen des Schwerpunktes „Gesundheitsversorgung im demografischen Wandel“ zu den fünf strategischen Handlungsfeldern der MedEcon Ruhr e.V. zählt.
Dass Apotheken in der Gesundheitswirtschaft eine zentrale Rolle spielen, machte Staatssekretär Prof. Dr. Stefan Winter deutlich, in dem er die Apotheken in seinem Vortrag als ein „Kernelement in der Wertschöpfungskette“ bezeichnete. Thomas Preis, Vorsitzender des Apothekerverbandes Nordrhein e.V., wies in seinem Statement im Rahmen der Ruhrgebietskonferenz Gesundheitswirtschaft darauf hin, dass es mit Blick auf die Herausforderung des demografischen Wandels vor allem um die Stärkung der lokalen Gesundheitsversorgung gehe. Hier würde der Apotheker als Heilberufler weiter an Bedeutung gewinnen. Allein durch die Wohnortnähe der öffentlichen Apotheken seien beste Voraussetzungen gegeben, um künftig in Kooperation mit weiteren Leistungserbringern und Kostenträgern bedarfsgerechte Leistungsangebote z.B. in der häuslichen Versorgung zu schaffen.
Paradigmenwechsel: vom Kostentreiber zum Wertschöpfungsfaktor
Alle Beteiligten werteten es als positiv, dass mit der stärkeren Herausbildung und Weiterentwicklung der Gesundheitswirtschaft auch ein Paradigmenwechsel verbunden ist. Denn die Gesundheitswirtschaft ist längst zu einem der beschäftigungsintensivsten Wirtschaftszweige und damit zu einem echten Wertschöpfungsfaktor gewachsen. Allein in NRW sind 1 Million von bundesweit insgesamt 5 Millionen Menschen in der Gesundheitswirtschaft tätig.
Apotheker fordern flexible Lösungen bei Rabattverträgen
Vom 27. bis 29. September fand traditionell mit dem Deutschen Apothekertag die wichtigste berufspolitische Veranstaltung der deutschen Apotheker statt; dieses Jahr unter dem Motto „Apotheke – Gesundheit in besten Händen“. Eines der zentralen Themen waren die Folgen der Rabattverträge zwischen Herstellern und Krankenkassen. Die Apotheker forderten auf dem Apothekertag in Düsseldorf eine grundsätzlich bessere Auswahl der Hersteller durch die Krankenkassen. Zudem müssten die Kassen ihre Versicherten besser über die Rabattverträge und deren Folgen informieren.
Die Apotheker sehen nicht im Preis-, sondern im Qualitätswettbewerb den wesentlichen Beitrag zur Gesundheitsförderung. Sie setzen verstärkt auf diskrete Beratung und werden bei der Präventionspolitik aktiv mitarbeiten.
Bundes- und Landespolitiker unterstützen inhabergeführte Apotheken
Bundes- und Landespolitiker verschiedener Parteien unterstützen die deutschen Apotheker im Einsatz für eine zukunftsorientierte Versorgung der Patienten mit Arzneimitteln und eine höhere Sicherheit bei deren Aufgabe. Anlässlich der Eröffnung des Deutschen Apothekertages am 27. September in Düsseldorf sprachen sich Gastredner von CDU/CSU, SPD, FDP und Die Linke für die Stärkung der inhabergeführten, wohnortnahen Apotheke aus. Der Erhalt des Fremd- und Mehrbesitzverbots sowie die Eindämmung des Versandhandels seien hierfür von zentraler Bedeutung.
Parallel zum Deutschen Apothekertag fand die internationale pharmazeutische Fachmesse EXPOPHARM statt. Rund 26.000 Gäste besuchten vom 27. bis 30. September 2007 die EXPOPHARM in Düsseldorf. Das Interesse der Apotheker, sich über neue Trends des Marktes zu informieren, war auch dieses Jahr sehr groß.
Informationen zur diesjährigen EXPOPHARM in München sowie einen umfangreichen Rückblick auf 2007 finden Sie unter www.expopharm.de.
Gestredner Prof. Dr. Dingermann warnt vor Entwertung der Arzneimittel
Am 22. August 2007 lud der Apothekerverband Nordrhein e.V. zu seinem traditionellen Sommerempfang in den Malkasten in Düsseldorf ein. Neben vielen Vertretern aus der Gesundheitsbranche waren auch führende Bundes- und Landespolitiker geladen.
Prof. Dr. Theo Dingermann, Direktor des Institutes für pharmazeutische Biologie,
an der Johann Wolfgang Goethe Universität in Frankfurt a.M., referierte als Gastredner über die aktuellen Entwicklungen in der Gesundheitspolitik und im Arzneimittelmarkt. In einem viel beachteten Vortrag bezog er zu aktuellen Themen Stellung. So verwies er z.B. auf die Besonderheit der Ware Arzneimittel: „Arzneimittel müssen nach Bedarf, nach Indikation und unter Berücksichtigung des gesundheitlichen Allgemeinzustands verordnet, abgegeben und eingenommen werden. Sie dürfen nicht beworben werden, mit dem Ziel, Begehrlichkeiten zu wecken oder Leute in einen Laden zu locken, wie das absehbar ist, wenn sie Yoghurt oder Käse verkauft werden.“ Zum Thema Versandhandel merkte er an: „Wir werden durch die leichtfertig verfügte Liberalisierung der Vertriebswege für Arzneimittel unsere Toten bekommen, mehr als uns lieb sein kann! Jetzt den Internethandel durch Attribute wie offiziell anerkannte Internetapotheken zu relativieren, ist naiv, um nicht zu sagen zynisch.“
Des Weiteren wies er darauf hin, dass sich die Apotheker in den letzten Jahren aufgrund der viele Gesundheitsreformen ständig auf neue Rahmenbedingungen einstellen mussten. Besonders ärgerlich sei, dass die einzelnen Reformen niemals auf ihren tatsächlichen Nutzen hin überprüft würden. Besonders fatal sei jedoch die Tatsache, dass die ständigen Reformen das Ansehen von Arzneimitteln in der Gesellschaft erheblich verringert hätte. Prof. Dr. Dingermann machte während seines Vortrags deutlich, dass er diesen Trend für besonders gefährlich hält. Arzneimittel seien schließlich nach wie vor die wirksamste Therapieoption.
Reisefieber auf dem Sommerfest der CDU in NRW
Unter dem Motto „Die Apotheke – Kompetenz rund um Ihre Gesundheit“ präsentierte der Apothekerverband Nordrhein e.V. auf dem Sommerfest der CDU NRW am 08. August 2007 in Düsseldorf alles Wissenswerte zum Thema Reiseapotheke.
Verpackt wurden die Informationen als Kofferanhänger an einem Taschen-Ventilator, der, wenn man ihn einschaltet, das Motto des Tages als Leuchtschrift darstellte. Insgesamt waren rund 800 Gäste aus Politik, Medien und Wirtschaft auf dem Sommerfest vertreten. Darunter nicht nur führende Landespolitiker, sondern auch Bundespolitiker.
„Das Sommerfest der CDU in NRW war für uns eine gute Gelegenheit, um zahlreiche Gespräche mit führenden Bundes- und Landespolitikern und auch Medienvertretern zu führen. Grundsätzlich ging es vor allem darum, die öffentlichen Apotheken mit ihrem Leistungsprofil und ihrem einzigartigen Erkennungs- und Markenzeichen, dem roten A, darzustellen“, erklärt Thomas Preis, Vorsitzender des Apothekerverbandes Nordrhein e.V.
Fitness- und Gesundheitschecks auf der Schildergasse
Ex-Nationalspieler Bernd Cullmann auf dem „Prüfstand“
„Check Deine Werte“ hieß es auch für den ehemaligen Kölner Fußball-Nationalspieler Bernd Cullmann am 14. Juni 2007 in der Kölner Innenstadt. Am „Tag der Apotheke“ konnten sich Passanten von 10.30 bis 16 Uhr an einem Info-Stand der Apotheker auf der Schildergasse / Ecke Neumarkt einem Herz-Kreislauf- und einem Fitness-Check unterziehen.
Wer sich einem Gesundheitscheck unterzog, erhielt ein Informationsblatt mit den gemessenen Werten. Darüber hinaus haben die Apotheker Tipps zur Vorbeugung von Herz-Kreislauf-Erkrankungen gegeben. Zusätzlich boten Trainer vom Fitnessstudio Holmes-Place einen Fitness-Test an.
Im Fokus der Aktion standen besonders junge Menschen. Denn Prävention ist um so effektiver, je früher damit begonnen wird. Herz-Kreislauf-Erkrankungen sind in Deutschland die häufigste Todesursache. Meist sind ältere Menschen betroffen, doch der Grundstein für Schlaganfall, Herzinfarkt und koronare Herzerkrankungen werde schon oft in jungen Jahren gelegt.
Fünf Stunden lang überprüften die Apotheker kostenlos die inneren Werte der Kölner, die dazu aufgerufen wurden, für den Verein „Klasse in Sport“ zu spenden, der sich für täglichen Schulsport einsetzt. Apothekerkammer und Apothekerverband Nordrhein begrüßen die präventiven Maßnahmen von „Klasse in Sport“ und spendeten dem Verein anlässlich der Aktion 1.500 Euro.
Das Institut für Handelsforschung hat am 12. Juni 2007 in Köln erstmals die vom Apothekerverband Nordrhein e.V. in Auftrag gegebene Studie zur „Funktion und Bedeutung der öffentlichen Apotheke in Deutschland unter besonderer...
Das Institut für Handelsforschung hat am 12. Juni 2007 in Köln erstmals die vom Apothekerverband Nordrhein e.V. in Auftrag gegebene Studie zur „Funktion und Bedeutung der öffentlichen Apotheke in Deutschland unter besonderer Berücksichtigung aktueller Entwicklungen“ öffentlich präsentiert.
Die Studie liefert neue Erkenntnisse insbesondere hinsichtlich der Funktionsfähigkeit einer ordnungsgemäßen flächendeckenden und zeitnahen Arzneimittelversorgung der Bevölkerung durch öffentliche Apotheken – gerade auch mit Blick auf in Zukunft zu erwartende signifikante demografische Veränderungen.
Bereits die erste Resonanz seitens Politik und Medien auf die Studie macht deutlich, dass sie einen wichtigen Beitrag zur aktuellen Diskussion im Apothekenmarkt darstellt.
Gemäß dem Gesetz über das Apothekenwesen (ApoG) obliegt den Apotheken „die im öffentlichen Interesse gebotene Sicherstellung einer ordnungsgemäßen Arzneimittelversorgung der Bevölkerung“. Aktuelle rechtliche, politische sowie gesellschaftliche Diskussionen und Veränderungen haben es nahe gelegt, die Funktionen der öffentlichen Apotheken in Deutschland im Hinblick auf die Versorgung der Bevölkerung mit Arzneimitteln näher zu beleuchten.
Eine solche Analyse ist insbesondere deshalb notwendig, weil Veränderungen beim Vertrieb von Arzneimitteln vom Hersteller zum Verbraucher diskutiert werden oder bereits stattgefunden haben. Die Legalisierung des Versandhandels oder die Lockerung des Mehrbesitzverbotes erfolgten bereits im Jahr 2004, das Fremd- und Mehrbesitzverbot wird zurzeit kontrovers diskutiert. Ganz besonders der demografische Wandel stellt eine ernstzunehmende Herausforderung für die Arzneimittelversorgung in Deutschland dar.
Mit der aktuellen Studie „Funktion und Bedeutung der öffentlichen Apotheke für die Arzneimittelversorgung in Deutschland unter besonderer Berücksichtigung aktueller Entwicklungen“ trägt das Institut für Handelsforschung (IfH) zu einem klaren Profil der öffentlichen Apotheke bei. Aktuelle Herausforderungen und deren Implikationen für die Effektivität und Effizienz der Arzneimittelversorgung werden zukunftsorientiert analysiert.
Die vorliegende IfH-Studie bestätigt, dass die Bedeutung der öffentlichen Apotheke im Gesundheitswesen auch mit Blick auf die signifikanten demografischen Veränderungen weiter zunehmen wird. Eine wichtige, gemeinsame Zukunftsaufgabe wird somit darin bestehen, die Stellung der öffentlichen Apotheke nicht nur weiter als erste Anlaufstelle für Arzneimittel-, Präventions- und Gesundheitsfragen zu festigen, sondern künftig noch stärker als bisher auf die Bedürfnisse einer zunehmend alternden Gesellschaft abzu-stimmen.
Nicht nur dabei, sondern mittendrin
Führende Landes- und Bundespolitiker, Delegierte und Medienvertreter zeigten sich positiv überrascht vom Auftritt der Apotheker im Rahmen des CDU-Landesparteitages in Siegburg.
Mit dem Auftritt auf dem 28. CDU-Landesparteitag am 05. Mai 2007 in Siegburg nutzte der Apothekerverband Nordrhein eine Gelegenheit, die einem in der Form selten geboten wird: aktiv mit führenden Landes- und Bundespolitikern, zahlreichen Delegierten und Medienvertretern das Gespräch zu suchen. Zu den Gesprächspartnern zählten u.a. Dr. Jürgen Rüttgers, dem überzeugend wiedergewählten Landesvorsitzenden der CDU, Karl-Josef Laumann (Landesgesundheitsminister), Christa Thoben (Lan-deswirtschaftsministerin), Dr. Helmut Linssen (Landesfinanzminister) sowie die Düsseldorfer Bundestagsabgeordnete Hildegard Müller und Jens Spahn (stellvertr. Gesundheitspolitischer Sprecher der CDU/CSU-Bundestagsfraktion). Als ebenso wichtig erwiesen sich die vielen Gespräche mit zahlreichen Delegierten, hier insbesondere den Wahlkreisabgeordneten aus Nordrhein.
Im Rahmen des Ausstellerforums des CDU-Landesparteitages hatte sich der Apothekerverband direkt im Eingangsbereich der Rhein-Sieg-Halle, Siegburg, postiert. Damit war bereits eine wichtige Voraussetzung geschaf-fen, um aktiv mit führenden Landespolitikern, Delegierten und Medienver-tretern ins Gespräch zu kommen.
Gerade vor dem Hintergrund der aktuellen Marktentwicklungen kam der Anlass sehr gelegen, um Politik und Öffentlichkeit gegenüber das umfas-sende Leistungsprofil der öffentlichen Apotheken darzustellen (das Motto lautete: „Die Apotheke - Kompetenz rund um Ihre Gesundheit“).
„Nicht zuletzt die äußert positive Resonanz seitens Politik und Journalisten hat uns gezeigt, dass es auf dem deutschen Apothekenmarkt nur eine Marke gibt - und das sind die öffentlichen, inhabergeführten Apotheken mit ihrem umfassenden Leistungsprofil und dem einzigartigen roten Apotheken-A als Erkennungszeichen. Wir werden uns auch weiterhin aktiv dafür einsetzen, diese Marke für und im Sinne unserer Mitglieder weiter zu stärken“, so Thomas Preis, Vorsitzender des Apothekerverbandes Nordrhein e.V.
Großes Interesse an Live-Demonstration der elektronischen Gesund-heitskarte
Über die Leistungen der öffentlichen Apotheke hinaus, wurde die elektroni-sche Gesundheitskarte als aktueller Themenaufhänger genutzt. Auf dem Informationsstand wurde mit technischer Unterstützung der Lauer-Fischer GmbH, einem Unternehmen der ARZ Haan Gruppe, erstmals öffentlich demonstriert, wie Kunden und Patienten durch das Know-How des Apothe-kers in Verbindung mit der elektronischen Gesundheitskarte künftig profitieren können.
Politiker, Gäste und Medienvertreter zeigten großes Interesse an der Live-Demonstration, die am Stand zur besseren Veranschaulichung auf einem großen Plasma-Bildschirm präsentiert wurde: „Wir konnten mit unseren praxisnahen Anwendungsbeispielen nicht nur sehr anschaulich die künftige Anwendung der EgK in der Apotheke, sondern vor allem die Vorteile für die Patienten darstellen. In den zahlreichen Gesprächen ist es gelungen, auch bestehende Vorurteile abzubauen“, erklärt Norbert Wester, Leiter Systementwicklung bei der Lauer-Fischer GmbH, der als Experte vor Ort war.
Im Rahmen der zahlreichen Gespräche am Stand kam es auch zu Begegnungen, die besonders in Erinnerung bleiben. Als man einer älteren Dame aus den Delegiertenreihen noch mal ausführlich das Leistungsprofil der öffentlichen Apotheken ans Herz legen wollte, entgegnete diese: „Das braucht Ihr mir gar nicht erklären, ich war 40 Jahre Mitarbeiterin in einer Apotheke. Daher finde ich das super, das Ihr heute hier seid und sagt, was Apotheker alles leisten.“
Seminare
06.06.12 14:30
Rund ums Hilfsmittel
In der Praxis gibt es fast täglich Fragen zur Genehmigung, zur Abgabe und zur...



